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Pressemitteilung  |  29.03.2017

HALLE GEGEN RECHTS FORDERT CDU-KANDIDAT BERNSTIEL ZUR DISTANZIERUNG VON RECHTSEXTREMEN AUF

Der hallesche Stadtrat Christoph Bernstiel, Kandidat der CDU für den Bundestag, steht in der öffentlichen Kritik. Zuletzt wurden Kontakte von Bernstiel zu einem Mitglied der rechtsextremen Gruppierung “Kontrakultur Halle” bekannt. Mit diesem organisierte er eine Veranstaltung der Deutschen Sängerschaft. Beide sind Mitglied der Sängerschaft Fridericiana.

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage fordert Christoph Bernstiel auf, sich öffentlich zu erklären. “Die Mitteilung von Herrn Bernstiel, nicht mit Rechtsextremen zusammenzuarbeiten, ist offenkundig falsch”, betont Valentin Hacken, Sprecher von Halle gegen Rechts.  "Im Gegenteil, er bestätigt ja selber die Zusammenarbeit mit einem Mitglied von "Kontrakultur Halle", das ist nicht anderes als eine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen", so der Sprecher weiter. Das Bündnis weist darauf hin, dass die Mitglieder von “Kontrakultur Halle” schon seit Mitte 2016 bekannt sind, weit vor dem Ausschlussverfahren über das Bernstiel berichtet. Gleichzeitig ist die Sängerschaft, deren Mitglied Bernstiel ist, Teil eines gemeinsamen Waffenrings mit der “HLB Germania Halle”. Die Studentenverbindung war in der Vergangenheit immer wieder durch ihre Rolle in rechtsextremen Zusammenhängen aufgefallen. Mehrere Mitglieder der “Kontrakultur Halle” sind zugleich Mitglieder der Burschenschaft “HLB Germania Halle”.

“Es reicht nicht aus, dass Herr Bernstiel auf die Sängerschaft Fridericiana verweist”, so Valentin Hacken. “Er ist dort Mitglied und es stellt sich die Frage, warum er seit Mitte letzten Jahres Teil einer Verbindung ist, die Rechtsextreme in ihren Reihen duldet und mit ihnen organisatorisch über den Waffenring Halle-Leipzig verbunden ist.” Das Bündnis Halle gegen Rechts fordert den Bundestagskandidaten auf, die Zusammenarbeit mit Rechtsextremen einzustellen.

“Kontrakultur Halle” ist Teil der rechtsextremen “Identitären Bewegung Deutschland” (IBD), die der neuen Rechten zugerechnet wird. Die Gruppe in Halle wird durch den Verfassungsschutz beobachtet und ist Teil eines rechten Netzwerks zwischen dem “Institut für Staatspolitik” um Götz Kubitschek, der IBD und der Partei AfD.