• Rechtsextremes Hausprojekt Adam-Kuckhoff-Str. 16 Halle

Pressemitteilung – 20. Mai 2019

Proteste gegen Kundgebung der AfD in Halle (Saale): Courage! Gegen den Hass!

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und die Anwohner*innen-Initiative Adam-Kukchoff-Straße ruft für den Mittwoch, den 22. Mai 2019 unter dem Motto »Courage! Gegen den Hass!« zu Protesten gegen eine Kundgebung der AfD in Halle (Saale) auf. Kurz vor Ende des Wahlkampfs will die extrem rechte Partei in Halle (Saale) für sich werben. Halle gegen Rechts informiert gleichzeitig mit der Kampagne »Die extreme Rechte zur Stadtratswahl« über extrem rechte Kandidat_innen und Listen.

In Halle tritt mit Hannah-Tabea Roeßler für die AfD auch eine Kandidatin an, die in der Vergangenheit immer wieder als Aktivistin für die gewaltbereite »Identitäre Bewegung« aktiv war, sie ist auch Mitgründerin des Flamberg e.V., der im rechtsextremen Hausprojekt der »Identitären« in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 in Halle (Saale) Veranstaltungen anbietet. Bei der Kundgebung soll zudem Donatus Schmidt sprechen, der seit Jahren bei der extrem rechten »Montagsdemo« Halle gemeinsam mit dem ehemaligen Blood & Honour-Kader Sven Liebich auftritt. Schmidt hat auch Verbindungen in die Szene der »Reichsbürger«. Die weiteren Redner sollen Alexander Raue, MdL sein, der mit rassistischen Reden und Anfragen im Stadtrat und Landtag aufgefallen ist, sowie Mario Lehmann, MdL der zuletzt für Schlagzeilen sorgte, weil er einen Fraktionskollegen tätlich angriff und auf der Mitteldeutschen Zeitung vorliegenden Fotos an einer Kriegswaffe zu sehen sein soll.

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage ruft dazu auf, sich den Protesten unter dem Motto »Courage! Gegen den Hass!« anzuschließen. »Wir können uns nicht darauf verlassen, dass extrem Rechte wie gerade in Österreich über ihre Korruption stürzen«, so Valentin Hacken, Sprecher von Halle gegen Rechts. »Für eine offene und plurale Gesellschaft müssen wir alle einstehen«, betonte er weiter. Das Bündnis bittet alle demokratischen Bewohnerinnen und Bewohner von Halle, sich den Protesten anzuschließen und kurz vor den Wahlen der extremen Rechten nicht die Straße zu überlassen, sondern sich vielfältig, couragiert und gewaltfrei für eine Gesellschaft einzusetzen, in der die Würde und Rechte jeder und jedes Einzelnen zählen.

Die Proteste beginnen am Mittwoch, den 22. Mai 2019 um 16 Uhr am Steintor Halle (Saale) mit einer Auftaktkundgebung. Im Anschluss findet eine Demonstration zum Hallmarkt statt, dort ist die Kundgebung der AfD geplant. Die Gegenproteste werden am Hallmarkt etwa um 17 Uhr beginnen. Unter www.stadtratswahl-halle.de und mit Flyern informiert das Bündnis gleichzeitig über die extreme Rechte zur Stadtratswahl in Halle (Saale).

»Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage« ist ein überparteiliches Bündnis aus über 100 Einzelpersonen und mehr als 30 Organisationen aus Halle, das sich entschieden gegen die extreme Rechte, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sowie gegen jede Diskriminierung und für Zivilcourage einsetzt. Im Jahr 2017 wurde es als »Botschafter für Demokratie und Toleranz« durch das von den Bundesministerien des Inneren und der Justiz getragene BfDT ausgezeichnet.

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen