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Pressemitteilung – 12. Oktober 2019 –

Demonstration nach dem Anschlag in Halle: Solidarität!

Nach dem rechtsterroristischen und antisemitischen Anschlag auf die Synagoge in Halle (Saale) und den »Kiez Döner« auf der Ludwig-Wucherer-Straße in Halle, in dessen Räumen Kevin S. getötet wurde, ruft Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage mit den Betroffenen des »Kiez Döner« zu einer Demonstration unter dem Titel »Solidarität« am Sonntag, den 13. Oktober 2019 in Halle (Saale) auf.

Die Demonstation wird um 15 Uhr am Steintor in Halle (Saale) mit einer Kundgebung starten und mit einem Gedenken vor dem »Kiez Döner« in der Ludwig-Wucherer-Straße 12 enden. Organisiert wird sie mit den Betroffenen aus dem Kiez-Dönerrestaurant, die auf der Demonstration auch sprechen werden. In Gedenken an die ermordete Jana L. wird ein Schlager gespielt, sie war bekannt als großer Schlagerfan und Autogrammsammlerin. Für Kevin S. wird die Hymne des Halleschen Fußballclubs gespielt werden, er war Fan des Vereins, seine Freunde und Angehörigen berichten, wie wichtig ihm das war. 

Die Demonstration findet in Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde Halle (Saale) und gegen jeden Antisemitismus statt. Aus Respekt vor dem Bedürfnis nach Ruhe und Gebet wird sie jedoch nicht an der Synagoge vorbei ziehen, es besteht nach der Demonstration die Möglichkeit zur Synagoge zu gehen und vor der Synagoge still Anteil zu nehmen.

Halle gegen Rechts hatte am Tag des Anschlags abends zu einem stillen Gedenken auf dem Marktplatz aufgerufen, dem sich mehrere hunderte Menschen angeschlossen hatten, ebenso wie den Gedenkveranstaltungen an den folgenden Tagen. Mit der Demonstration will das Bündnis die Betroffenen aus dem »Kiez Döner« dabei unterstützen, sich an die Öffentlichkeit zu wenden und gemeinsam gegen Antisemitismus, Rassismus und für alle Betroffenen auf die Straße zu gehen.

»Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage« ist ein überparteiliches Bündnis aus über 100 Einzelpersonen und mehr als 30 Organisationen aus Halle, das sich entschieden gegen die extreme Rechte, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sowie gegen jede Diskriminierung und für Zivilcourage einsetzt. Im Jahr 2017 wurde es als »Botschafter für Demokratie und Toleranz« durch das von den Bundesministerien des Inneren und der Justiz getragene BfDT ausgezeichnet.

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