Kinder- und Jugendarbeit – unverzichtbar für die demokratische Gesellschaft

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage unterstützt Protest der Jugend- und Sozialeinrichtungen
 
Seit Monaten ist die Finanzierung der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit in Halle (Saale) gefährdet. Nun steht die Schließung von Einrichtungen wegen ausbleibender Zahlungen durch die Stadt Halle akut bevor. Der Stadtjugendring Halle (Saale) ruft deswegen für Mittwoch zu einer Kundgebung auf. Halle gegen Rechts-Bündnis für Zivilcourage unterstützt diesen Protest und erklärt:

Die Schließung von Einrichtungen und die damit wegbrechende Kinder- und Jugendarbeit wären eine Katastrophe für die Menschen in unserer Stadt. Mit einem Wegfall der Angebote, die seit vielen Jahren in den Stadtteilen und insbesondere in Quartieren mit gravierenden sozialen Problemen entscheidende Ankerpunkte für Kinder, Jugendliche und Familien sind, droht essentielle soziale und demokratische Infrastruktur wegzubrechen. Wenn Kinder, Jugendliche und ihre Familien diese Anlaufstellen verlieren, verlieren sie Orte, an denen Beteiligung und Teilhabe, Solidarität und Chancengleichheit, Beratung und Unterstützung, Vielfalt und Respekt konkret erlebbar sind.

Diese Werte sind keine Nice-to-haves, sie sind entscheidende Voraussetzung einer demokratischen Gesellschaft. Sie sind die tragende Säule von Prävention – sowohl in Bezug auf Jugendkriminalität, als auch in Bezug auf die Entwicklung demokratiefeindlicher Einstellungen. Beides gibt ohnehin seit Jahren nicht nur Grund zur Sorge, sondern vor allem zum Handeln: Jugendkriminalität eskalierte in den letzten Jahren immer wieder und hat die Stadt- und Landespolitik massiv beschäftigt. Prävention und sichere Orte für Kinder und Jugendliche wurden stets als Schlüssel im Kampf gegen Jugendkriminalität und Gewalt bezeichnet.

Seit geraumer Zeit versuchen extrem rechte Jugendgruppen nicht nur, Einfluss auf Jugendliche zu gewinnen – sie sind eine reale Bedrohung für alle, die sie als Feinde markieren. Die extreme Rechte erstarkt seit Jahren und mit der Landtagswahl droht eine Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt.

„Wer Kinder- und Jugendeinrichtungen zur Disposition stellt, schafft Erfolgsbedingungen für die extreme Rechte, verschärft soziale Probleme und Abgehängt Sein und schwächt die demokratische Gesellschaft.“ so Magdalena Gatz, Sprecherin des Bündnisses. Wenn Einrichtungen wie Grüne Villa, Blauer Elefant und viele weitere wegbrechen, stehen nicht nur ihre Träger vor dem Aus, sondern es droht auch ein nicht wieder gut zu machender Verlust von Fachkräften, der Halle nachhaltig schaden wird. Vor allem aber verlieren Kinder, Jugendliche und ihre Familien zentrale Anlaufpunkte. Mit dem Welcome-Treff und anderen Projekten drohen zudem wichtige Integrations- Bausteine, Unterstützung für Senior*innen und zahlreiche Sportangebote wegzufallen. „Das würde Halle massiv schaden und muss abgewendet werden. Stadt, OB und Stadtrat müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und die Finanzierung sichern.“ so Magdalena Gatz weiter.

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage unterstützt die Aufrufe des Stadtjugendrings und zahlreicher Träger der Kinder- und Jugendarbeit. Das Bündnis ruft dazu auf, die Kundgebung des Stadtjugendrings am Mittwoch, 25.02. 2026 um 13 Uhr auf dem Marktplatz zu besuchen und sich dem Protest anzuschließen.

Erinnerung und Solidarität am sechsten Jahrestag des Anschlags in Halle (Saale)

Am Donnerstag  jährt sich zum sechsten Mal der rechsterroristische, antisemitische und rassistische Anschlag vom 9. Oktober 2019 / Jom Kippur 5780. In Halle (Saale) werden eine Reihe Gedenkveranstaltungen stattfinden, Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage bietet online eine Übersicht. Das Bündnis ruft zur Beteiligung am Gedenken auf und zu Solidarität mit den Angehörigen der Ermordeten, den Überlebenden und Betroffenen des Anschlags sowie der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale) und dem TEKiEZ. Es fordert zugleich verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für die Gedenkveranstaltungen am Jahrestag.

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Nach Flucht vor der Haft: Bündnis fordert Aufklärung von Behörden im Fall Liebich

Am gestrigen Tage sollte Marla Svenja Liebich, bundesweit bekannt als Neonazi Sven Liebich, eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten in der JVA Chemnitz antreten. Doch Liebich erschien nicht in der Haftanstalt, wie die für die Strafvollstreckung zuständige Staatsanwaltschaft Halle gegenüber Medien bestätigte. Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage fordert nun Aufklärung von den zuständigen Behörden.

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»Wir solidarisieren uns mit unserem Bündnismitglied und verurteilen diesen erneuten Angriff.«

Grafik, gelber Hintergrund mit folgendem schwarzem Text: Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage zum rassistischen und extrem rechten Angriff auf die SPD-Halle: »Wir solidarisieren uns mit unserem Bündnismitglied und verurteilen diesen erneuten Angriff.«

Statement von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage zum rassistischen und extrem rechten Angriff auf die SPD-Halle

Schon wieder ist es zu einem Angriff auf Räumlichkeiten unseres Bündnismitglieds SPD gekommen. Diesmal wurden Schaufenster und Wände besprüht, mit „AfD“ und einem rassistischen Mordaufruf. Wir solidarisieren uns mit unserem Bündnismitglied und verurteilen diesen erneuten Angriff.  „»Wir solidarisieren uns mit unserem Bündnismitglied und verurteilen diesen erneuten Angriff.«“ weiterlesen