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DORMERO-HOTEL IN HALLE SAGT VERANSTALTUNG MIT AKIF PIRINCCI AB

Bereits vergangene Woche tauchte in Halle Werbung für eine Lesung mit Akif Pirinçci auf, Eingeladen von Veranstalter Sven Ebert sollte Pirinçci aus seiner rassistischen Hetzschrift "Umvolkung. Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden" lesen. Als Ort für das rechte Event war das DORMERO Hotel Rotes Ross Halle bereits geplant.

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage hatte das Hotel daraufhin bereits am 13.10.2016 über die Veranstaltung und die Hintergründe informiert. Wie die Mitteldeutsche Zeitung am 19.10.16 berichtete, hat das Hotel die Räume nun kurzfristig gekündigt. Wir sind froh, dass sich das Hotel so klar und deutlich positioniert hat und seine Räume nicht für Veranstaltungen der extremen Rechten zur Verfügung stellt, auch auf die Gefahr einer Klage hin! Ob und wo die Lesung nun stattfinden soll, ist bisher unklar. Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage fordert alle Hotels und Gaststätten auf, Rechtsextreme nicht mit der Vermietung von Räumen zu unterstützen.

Pirinçci positioniert sich seit längerem als Autor der extremen Rechten. So war er auch als Redner bei Kundgebungen der rechtsextremen und rassistischen PEGIDA-Bewegung aktiv. Im Oktober letzten Jahres hielt er dort eine Rede, in der er laut Medienberichten u.a. Asylbewerberinnen als „flüchtende Schlampen“, Politiker als „Gauleiter gegen das eigene Volk“, die Grünen als „Kinderfickerpartei“, und Geflüchtete allgemein als „Invasoren“ bezeichnete und davon sprach, Deutschland werde zu einer „Moslemmüllhalde“. Dafür erhält Pirinçci Applaus aus einem breiten Spektrum der extremen Rechten. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden wegen Volksverhetzung wurden gegen ihn eingeleitet. Seine Bücher erscheinen mittlerweile im rechtsvölkischen Antaios-Verlag, nachdem ihm nach seiner Dresdner PEGIDA-Rede alle Buchverträge gekündigt wurden.

Sven Ebert, der sich groteskerweise in der Einladung zur Lesung als "Extremismusexperte" bezeichnete, fiel in Halle zuletzt auf, als sein Umzugsunternehmen massiv für die rassistischen Schriften von Pirinçci warb. Nach öffentlichem Protest kündigte die städtische Wohnbaugesellschaft GWG die Werbepartnerschaft mit seiner Firma [1]. Wie NO Halgida recherchiert hat [2], gehen seine Verbindungen in die extreme Rechte darüber hinaus, so warb er etwa für die Wahl der AfD, trat gemeinsam mit Spitzenkandidat André Poggenburg auf, setzte Mohammed mit Hitler gleich und warb für Treffen mit der rechtsextremen Identitären Bewegung – zuletzt wurde er auch mit Aktivisten von "Kontrakultur Halle" am Rande einer Veranstaltung des Instituts für Staatspolitik (IfS) in Schnellroda gesehen.

 [1] http://www.mz-web.de/halle-saale/plakate-in-halle-werbung-fuer-den-rechten-freund-24267552

[2] https://nohalgida.wordpress.com/2016/08/17/transpi-und-flyeraktion-im-auktionshaus-sven-ebert/ und https://nohalgida.wordpress.com/2016/06/22/sven-ebert-kooperation-mit-menschenfeinden-beenden/