Pressemitteilung  I  18. Mai 2018

RECHTE KANDIDATIN SCHAFFT EINZUG IN STUDIERENDENRAT DER UNI HALLE

Bei den Wahlen zum Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konnte erstmals eine Kandidatin einer rechten Liste einen Platz erringen. Für die „Campus Alternative“ genannte Liste wurde die Jurastudentin Hannah-Tabea Rößler gewählt, sie tritt auch für die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ auf. Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage ruft die demokratischen Vertreterinnen und Vertreter im Studierendenrat zu verstärktem Einsatz gegen Rechtsextremismus auf.


Neben Hannah-Tabea Rößler waren für die rechte Liste auch Christopher Lehmann und Christian Kluck angetreten. Bilder von „Kontrakultur Halle“, dem lokalen Ableger der rechtsextremen „Identitären Bewegung“, zeigen Hannah-Tabea Rößler als Aktivistin bei einer Aktion der Gruppierung in Dessau, sowie in deren rechtsextremen Hausprojekt in Halle. Christopher Lehmann war laut Medienberichten vor seinem Studium in Halle Mitglied der rechten Burschenschaft „Saxo Silesia“ in Freiburg i.Br., die Rechtsextremistin Melanie Schmitz („Kontrakultur Halle“) veröffentlichte ein Foto mit ihm. Als „Campus Alternative“ treten AfD-nahe Hochschulgruppen an. Erneut zeigt sich damit, wie eng „Identitäre Bewegung“ und AfD in Sachsen-Anhalt verbunden sind.

„Dass mit Hannah-Tabea Rößler nun eine Person in die Vertretung der Studierenden gewählt wurde, die sich gleichzeitig als Aktivistin für eine rechtsextreme Gruppierung inszeniert, deren Mitglieder Studierende, Journalisten und Polizeibeamte bedrohen und angreifen, ist bitter“, so Georg Schütze, Sprecher von Halle gegen Rechts. Das Bündnis ruft die demokratischen Vertreterinnen und Vertreter im Studierendenrat dazu auf, sich verstärkt gegen Rechtsextremismus einzusetzen. „Es kann und darf dort keinerlei Zusammenarbeit mit einer Vertreterin der extremen Rechten geben“, fordert Georg Schütze, Sprecher von Halle gegen Rechts.

Zuletzt hatten sich u.a. der Oberbürgermeister der Stadt Halle, der Vorsitzende des Stadtrats und die Fraktionschefin der SPD im Landtag gemeinsam mit Anwohnerinnen und Studierenden an Protesten gegen das rechtsextreme Hausprojekt der „Identitären“ gegenüber des Steintorcampus' der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beteiligt. Seit Monaten protestieren Menschen gegen die rechtsextreme Gruppierung, die u.a. auch von Hans-Thomas Tillschneider, MdL (AfD) unterstützt wird und Teil eines rechtsextremen Netzwerks ist, zu dem auch das sogenannte Institut für Staatspolitik um Götz Kubitschek zählt.

„Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ ist ein überparteiliches Bündnis aus über 100 Einzelpersonen und mehr als 30 Organisationen aus Halle, das sich entschieden gegen die extreme Rechte, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sowie gegen jede Diskriminierung und für Zivilcourage einsetzt.


Valentin Hacken
Mitglied im Sprecher*innenkreis
Ansprechpartner Presse
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Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage
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